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Der Powerpoint-Tod

Ein Beitrag von
Ronja Tölle

Der Powerpoint-Tod

Millionen Menschen erliegen ihm täglich – nun warnen auch Forscher: Die Folien machen dumm.

Gab es ein Leben vor Powerpoint? „Unmöglich“, wird der Manager im Großkonzern sagen. Denn im Job ohne Folien-Präsentation zu überleben, ist genauso unvorstellbar wie nicht mehr zu Atmen. Ob im Büro, Hörsaal, Klassenzimmer oder der Trainerkabine im Fußballverein – überall kommt Microsoft Powerpoint oder Apple Keynote zum Einsatz. Dabei ist der Nutzen minimal oder in vielen Fällen sogar kontraproduktiv.

Inhaltsübersicht, Einleitung, Hauptteil, Schluss. Im Laufe der Zeit hat sich eine gängige Präsentationsstruktur entwickelt, die nur noch selten hinterfragt wird. Oft wird auf Folien einfach großzügig Inhalt platziert. Dazu ein paar bewegte Charts, bunte Bilder und Wörter, die wild durch die Gegend wirbeln – fertig ist der Powerpoint-Abgrund, der Zuhörer und Zuschauer in stundenlange Trostlosigkeit reißt. Sie schweifen gedanklich ab, spielen am Smartphone und erliegen spätestens bei Folie 15 dem „Powerpoint-Death“ – so schimpft sich das weitverbreitete und auch allen Rednern bekannte Einnicken im abgedunkelten Seminarraum.
Dennoch: Jedes interne Meeting, jede Verhandlung, jede Schulung – Powerpoint-Folien sind noch immer überall. Dabei sind diese Präsentationen meist einfach nur grausam, weil sie das Interesse der Zuhörer und Zuschauer kaum wecken, geschweige denn aufrecht erhalten. Und nicht nur das: Yale-Professor Edward Tufte behauptet, Powerpoint mache dumm. Denn unser Gehirn ist einfach nicht so konzipiert, dass wir uns aneinandergereihte, langweilig präsentierte Inhalte leicht merken können. Stattdessen verknüpfen wir unsere Gedanken mit Sinneseindrücken, Erlebnissen und Orten. Durch eine räumliche Anordnung können wir uns Informationen also deutlich besser merken.

So machen Präsentationen Spaß

Bei Prezi werden Inhalte auf einer riesigen Leinwand platziert, in die man beliebig ein- und auszoomen und Details in einer bestimmten Reihenfolge anfliegen kann. Das kann mal eine Headline, mal eine Grafik, mal Bilder oder ein Video sein. Prezi hinterlegt schicke Animationen zu den einzelnen Zooms. Dadurch wird der Eindruck erweckt, sich ein komplexes Bild anzuschauen und sich immer wieder mit Details zu beschäftigen. Prezi ist vor allem eins: anders als andere Präsentationsprogramme. Man muss sowohl als Ersteller, als auch als Betrachter ein wenig umdenken.
Das Online-Tool ist kostenlos, wenn man seine Präsentation online in der Cloud speichert – aber auch für jeden zugänglich. Wer das nicht möchte, zahlt einen Monatsbeitrag von 4,30 Euro und kann seine Präsentationen privat und nicht öffentlich zugänglich speichern. Ach übrigens: Prezi spielt sich komplett im Webbrowser ab, weshalb sämtliche Präsentationen auf allen Geräten mit Internetzugang jederzeit zur Verfügung stehen.

Der Powerpoint-Tod

Millionen Menschen erliegen ihm täglich – nun warnen auch Forscher: Die Folien machen dumm.

Gab es ein Leben vor Powerpoint? „Unmöglich“, wird der Manager im Großkonzern sagen. Denn im Job ohne Folien-Präsentation zu überleben, ist genauso unvorstellbar wie nicht mehr zu Atmen. Ob im Büro, Hörsaal, Klassenzimmer oder der Trainerkabine im Fußballverein – überall kommt Microsoft Powerpoint oder Apple Keynote zum Einsatz. Dabei ist der Nutzen minimal oder in vielen Fällen sogar kontraproduktiv.

Inhaltsübersicht, Einleitung, Hauptteil, Schluss. Im Laufe der Zeit hat sich eine gängige Präsentationsstruktur entwickelt, die nur noch selten hinterfragt wird. Oft wird auf Folien einfach großzügig Inhalt platziert. Dazu ein paar bewegte Charts, bunte Bilder und Wörter, die wild durch die Gegend wirbeln – fertig ist der Powerpoint-Abgrund, der Zuhörer und Zuschauer in stundenlange Trostlosigkeit reißt. Sie schweifen gedanklich ab, spielen am Smartphone und erliegen spätestens bei Folie 15 dem „Powerpoint-Death“ – so schimpft sich das weitverbreitete und auch allen Rednern bekannte Einnicken im abgedunkelten Seminarraum.
Dennoch: Jedes interne Meeting, jede Verhandlung, jede Schulung – Powerpoint-Folien sind noch immer überall. Dabei sind diese Präsentationen meist einfach nur grausam, weil sie das Interesse der Zuhörer und Zuschauer kaum wecken, geschweige denn aufrecht erhalten. Und nicht nur das: Yale-Professor Edward Tufte behauptet, Powerpoint mache dumm. Denn unser Gehirn ist einfach nicht so konzipiert, dass wir uns aneinandergereihte, langweilig präsentierte Inhalte leicht merken können. Stattdessen verknüpfen wir unsere Gedanken mit Sinneseindrücken, Erlebnissen und Orten. Durch eine räumliche Anordnung können wir uns Informationen also deutlich besser merken.

So machen Präsentationen Spaß

Bei Prezi werden Inhalte auf einer riesigen Leinwand platziert, in die man beliebig ein- und auszoomen und Details in einer bestimmten Reihenfolge anfliegen kann. Das kann mal eine Headline, mal eine Grafik, mal Bilder oder ein Video sein. Prezi hinterlegt schicke Animationen zu den einzelnen Zooms. Dadurch wird der Eindruck erweckt, sich ein komplexes Bild anzuschauen und sich immer wieder mit Details zu beschäftigen. Prezi ist vor allem eins: anders als andere Präsentationsprogramme. Man muss sowohl als Ersteller, als auch als Betrachter ein wenig umdenken.
Das Online-Tool ist kostenlos, wenn man seine Präsentation online in der Cloud speichert – aber auch für jeden zugänglich. Wer das nicht möchte, zahlt einen Monatsbeitrag von 4,30 Euro und kann seine Präsentationen privat und nicht öffentlich zugänglich speichern. Ach übrigens: Prezi spielt sich komplett im Webbrowser ab, weshalb sämtliche Präsentationen auf allen Geräten mit Internetzugang jederzeit zur Verfügung stehen.

Welche Fehler Sie auf dem Weg zu Ihrer perfekten Präsentation vermeiden sollten:

01

Den gesamten Text auf eine Folie schreiben

Auch wenn der Text jetzt nicht mehr auswendig gelernt werden muss – Folien werden langweilig. Der Betrachter hat aber in der kurzen Zeit keine Chance alle Inhalte zu erfassen, geschweige denn nachzuvollziehen.

Tipp:

Folien mit wenig Inhalt sind verständlicher und halten die Aufmerksamkeit hoch. Faustregel: pro Folie max. 2–3 Minuten Redezeit!

02

Übertriebene Verwendung von Bulletpoints

Ja wir haben gelernt, dass Bulletpoints eine Präsentation auflockern. 20 Punkte auf einer Folie sind aber in etwa so schlimm wie eine Folie voll mit Text. Ihre wichtigen Aussagen gehen unter!

Tipp:

Beschränken Sie sich auf die wichtigen Schlüsselworte. Faustregel: maximal 7 Punkte.

03

Unangenehme Farben

Grelle Hintergründe mit bunten Schriften sehen nicht nur unschön aus, sondern verursachen bei längerer Betrachtung Kopfschmerzen.

Tipp:

Verwenden Sie gedeckte Farben für den Hintergrund und beschränken Sie sich auf ein oder zwei Farben für den Text.

04

Zu viele Folien

Gleich vorweg: Eine optimale Folienzahl gibt es nicht. Sie brauchen so viele Folien, wie Sie eben brauchen. 50 oder mehr Folien, vollgeschrieben mit Text sind aber definitiv zu viel.

Tipp:

Begrenzen Sie Ihren Vortrag auf das Wesentliche. Präsentieren Sie ihn gegebenenfalls vor Ihren Kollegen.

05

Unentschlüsselbare Diagramme

Komplizierte Diagramme mit 5 übereinanderliegenden Kurven, Beschriftungen und Datensätzen verwirren.

Tipp:

Wenn Sie Diagramme verwenden, beschränken Sie sich auf die wesentliche Information und stellen Sie diese so unkompliziert wie möglich dar.

06

Animationen

Wenn eine Folie nicht innerhalb weniger Sekunden zu erfassen ist, wird sie definitiv auch nicht durch einfliegende Elemente verständlicher. Auch nicht, wenn es ewig dauert, bis alle Effekte endlich abgespielt sind.

Tipp:

Fragen Sie sich, ob Animationen wirklich notwendig sind oder eher ablenken und Zeit kosten.

Beitrag inspiriert durch einen Artikel der F.A.S.
Beitragsbild gestaltet von Ibrandify - Freepik.com

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